Trendthema Digitales BGM

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„Future of Work“ ist zurzeit das bestimmende Thema der Arbeitswelt. Neue Modelle von Job-sharing über Home Office bis Smart Working sind die Trends der Zukunft. Die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen zusehends, was im Rahmen der voranschreitenden Digitalisierung zu immer mehr und komplexeren Aufgaben führt. Das Stressmanagement der Mitarbeiter wird dabei auf eine harte Probe gestellt. Hier kommt das digitale Gesundheitsmanagement ins Spiel. Jeder spricht darüber, doch was genau steckt hinter dem scheinbar zukunftsweisenden Trend?


Dabei geht es um die Frage, wie sich Arbeit 4.0 auf die individuelle Gesundheitsbelastung der Mitarbeiter auswirkt. Der Fortschritt im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist zwar auch auf dem Vormarsch, dabei ist er jedoch weniger präsent als das globale Phänomen des digitalen Zeitalters. Doch auch im Corporate Health Bereich stecken die Chancen in der Digitalisierung der Prozesse. Dabei stellt sich die Frage, wie sich Arbeit 4.0 gesund gestalten lässt und inwieweit computergestützte Gesundheitsmaßnahmen vom digitalen Nutzungsverhalten der Beschäftigten profitieren können.

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Was ist digital am BGM?

Digitales BGM definiert sich „als Übertragung von vorhandenen oder neu erfassten Daten im Rahmen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements in ein digitales Format mit dem Ziel der Verbreitung in und über Datennetze/n“. Die Gesundheitskommunikation in digitaler und spielerischer Form ist das wichtigste Glied im BGM-Prozess.

Wichtig ist dabei, dass Mitarbeiter orts- und zeitunabhängig erreicht werden können. Schafft es ein Unternehmen, sich die Vollversorgung mit Smartphones bei Corporate Health-Kampagnen zu Nutze zu machen, können Beschäftigte digitale Gesundheitslösungen in den privaten Lebensbereich integrieren. So wird das alltägliche Gesundheitsbewusstsein miteingeschlossen. Der Mangel an Bewegung führt vermehrt dazu, dass Stress und Burnout Rückenschmerzen als typische Bürokrankheit abgelöst haben. Somit liegt der Fokus vor allem auf Angeboten für Mitarbeiter mit emotional bzw. psychisch belastender Tätigkeit.

Ressourcen schonen statt Krankheiten vermeiden

Hauptziel des digitalen BGM ist es, vor dem Hintergrund des Empowerments die Stärkung der eigenen Potenziale der Beschäftigten zu gewährleisten. Es geht nicht nur darum, die körperliche, sondern die psychische Lern-Fitness zu erhalten. Lebenslanges Lernen gilt dabei als wichtigstes Ziel, gefolgt von Erholung und ausreichend Schlaf.

Gamification ist in diesem Kontext eine ideale Anwendung, um Mitarbeiter zur Nutzung digitaler BGM Tools zu motivieren. Dazu gehören unter anderem Motivationstools in Form von To-Do-Listen.

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Der optimale Ablauf dieses Prozesses besteht in der Generierung einer Kampagne in Form einer Mitarbeiterbefragung. Anhand der Ergebnisse erfolgt ein Dialog -meist in Form eines digitalen Feedbacks seitens des Befragten- dessen Analyse für individuelle Programme genutzt wird. Doch wie sehen die Maßnahmen konkret aus?

Mehr Potenzial als der klassische Obstkorb und ergonomische Möbel

Die Digitalisierung bietet auch im Hinblick auf Corporate Health vielfältige Möglichkeiten. Dazu zählen beispielsweise digitale Ernährungsprogramme, Onlinebefragungen und Webinare zum Thema Gesundheit sowie Onlinecoachings. Push-Nachrichten sorgen für eine schnelle Information der Beschäftigten, auch außerhalb des Büros. Im Fokus steht dabei der Vorteil des spielerischen Lernens, der sich zum Beispiel mittels Checklisten umsetzen lässt. Die digitale Aufzeichnung der Vitaldaten lässt eine schnelle und unmittelbare Analyse zu. An dieser Stelle zeichnet sich jedoch eine Hürde des digitalen BGMs ab- wie können Mitarbeiter sichergehen, dass persönliche Daten solcher Art nicht missbraucht werden?

Status Quo

Gesundheitsdaten sind sensibel und lassen Rückschlüsse auf Freizeitverhalten, Tagesrhythmus und körperliche wie emotionale Befindlichkeiten zu. Gerade vor dem Hintergrund des neuen Gesetzes zur DSGVO ist hier Um- und Vorsicht geboten. Die Einbindung eines ohnehin vorgeschriebenen Datenschutzbeauftragten ist hier ratsam.

Trotz der Vollversorgung mit Smartphones und der täglichen Nutzung des PC´s haben sich 72 Prozent der Beschäftigten noch nicht mit dem Thema auseinandergesetzt. Dennoch sind 80 Prozent der Meinung, dass dem digitalen BGM die Zukunft gehört. Gesundheitsapps sind zwar bereits auf dem Markt, doch Ergebnisse zu deren Nachhaltigkeit und Evidenz fehlen bislang.

Die Zukunft ist nachhaltig, nicht präventiv

Flexible Arbeitsmodelle wie beispielsweise Sabbaticals oder Lebenszeitkonten haben sich in Großunternehmen bereits etabliert. Es liegt in der Pflicht der Arbeitgeber, die gewonnen Daten stetig zu analysieren- gerade vor dem Aspekt, welche Themen und Herausforderungen die Zukunft der Betrieblichen Gesundheitsförderung bestimmen. Durch die Mischung von analogen und digitalen Anwendungen kann eine größere Zielgruppe unterschiedlicher Generationen erreicht werden.
Keiner weiß, wie Future of Work in der digitalen Welt konkret aussehen wird. Doch sicher ist, dass sie neue, gesundheitliche Herausforderungen beinhaltet!

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