Mit gutem HR-Management erfolgreich gründen

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Wie wurden aus Bill Gates, Thomas Edison oder Robert Bosch die erfolgreichen Gründer, Erfinder und Weltveränderer, als die wir sie heute kennen, die unser Leben mit Innovationen und einflussreichen Imperien bereichern? Die Antwort auf diese Frage ist komplex. Mit Sicherheit war es neben Ideenreichtum und Managerqualitäten das Talent, finanzkräftige Investoren für ihre zahlreichen Projekte zu finden. Doch viele weitere Faktoren führen dazu, dass Unternehmungen Erfolg haben oder eben auch scheitern. Und nicht jeder dieser Faktoren liegt immer in der Hand des Gründers oder der Gründerin.

Ein Punkt, der heute mehr im Fokus steht, ist ein gelungenes HR-Management, das maßgeblich ist für einen langfristig erfolgreichen Unternehmensaufbau. Und das beginnt mit dem ersten Mitarbeiter, den das Unternehmen hat, also dem Gründer bzw. der Gründerin. Je größer das Unternehmen wird, desto mehr Aufgaben müssen natürlich auf andere Verantwortliche übertragen werden. Dafür heißt es aber, erstmal passende Mitarbeiter zu finden und diese entsprechend anzuleiten.

Das Zusammenspiel von Gründern und HR-Managern

Schon an dieser Stelle setzt also ein gelungenes HR-Management seitens des Entrepreneurs an, hierzu muss es vor allem strategisch und zielorientiert sein. Trotz Personalern wird das Human Resources Management stets ein Einflussbereich des Entrepreneurs bleiben, hier geht es um ein abgestimmtes Miteinander. Was beide Berufsgruppen mitbringen müssen, sind Organisationstalent, Verhandlungsgeschick, Kommunikations- und Führungsfähigkeit sowie Rechtswissen. Gute Entrepreneure wie HR-Manager sind darin geübt, Möglichkeiten und Schwierigkeiten zu erkennen und Frustrationen in Chancen zu verwandeln. Wenn dann noch die Fähigkeit, die richtigen Menschen für gute Ideen zu gewinnen, sowie Ausdauer und Tatkraft hinzukommen, steht dem Erfolg nichts mehr im Weg.

Zudem ist es für Unternehmer wie Personaler unbedingt erforderlich analytisch und systematisch zu denken sowie regelmäßig kritische Selbstreflexion zu betreiben und zu lernen, die Stärken und Schwächen des Unternehmens zu erkennen.

Erfolgreich scheitern

Für Entrepreneure gehört es quasi dazu, denn Scheitern ist Teil des steinigen Wegs zu einem erfolgreichen Unternehmen. Und auch HR-Managern kann es nur helfen, diese Lektion zu verinnerlichen, für sich selbst und als Vorbild für Mitarbeiter und Kollegen. Fortschritt und Wandel gehen stets mit einem gewissen Risiko einher. Herausragendes Management heißt aber nicht, Misserfolge zu vermeiden, sondern aus ihnen zu lernen und gestärkt daraus hervorgehen zu können.

Herausragendes #Management heißt aber nicht, #Misserfolge zu vermeiden, sondern aus ihnen zu #lernen und gestärkt daraus hervorgehen zu können. Klick um zu Tweeten

Dennoch wird in vielen Unternehmen aus Angst um den eigenen Arbeitsplatz nicht ausreichend über Misserfolge und Rückschläge geredet. Und so wird das Risiko von vielen Personalern als unüberwindbare Hürde wahrgenommen. Dabei ist das Risiko ein ständiger Begleiter in der Unternehmenswelt, egal ob für Gründerinnen und Gründer, HR-Manager oder engagierte Mitarbeiter. Und manchmal liegt es nicht in der eigenen Hand, über Erfolg oder Misserfolg zu bestimmen. Welche Faktoren neben einem guten HR-Management eine Rolle dabei spielen, hat der Softwarehersteller Sage in einer interaktiven Karte veranschaulicht. Wirtschaftliche, politische und soziokulturelle Hintergründe der weltweiten Gründerszene werden darin hinsichtlich der Häufigkeit Ihres Eintretens untersucht.

Faktoren für Erfolg oder Misserfolg

So lässt sich u.a. erkennen, in welchen Ländern das Scheitern neu gegründeter Unternehmen vorwiegend durch wirtschaftliche Faktoren wie Finanzierungsprobleme oder Unrentabilität bedingt ist. Von letzterer sind insbesondere Unternehmer in Griechenland (73,8 %), Brasilien (65,5 %) und Südkorea (56,6 %) betroffen. Sie führen die Liste aller Länder an, deren Unternehmer gescheitert sind, weil das Verhältnis zwischen eingesetztem Kapital und erzieltem Ertrag nicht mehr gestimmt hat. Zu jener finanziellen Balance tragen auch die Verantwortlichen im Bereich Human Resources mit ihren Personalentscheidungen grundlegend bei. Die #Rekrutierung neuer, qualifizierter #Mitarbeiter sowie der #Abbau von #Stellen geschieht stets im Hinblick auf die #Wirtschaftlichkeit eines #Unternehmens - das zeigt die interaktive Karte von @sagegermany . Klick um zu Tweeten.

In diesem Kontext lohnt sich auch der Blick auf die Arbeitsbeschaffungsrate eines jeden Landes. Hauptsächlich Gründer in Katar, der Türkei und in Taiwan planen in den kommenden fünf Jahren sechs oder mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Die niedrigsten Arbeitsbeschaffungsraten finden sich hingegen in Indonesien, Indien und Saudi-Arabien (5 % oder weniger).

Ein weiterer wichtiger Faktor in der Welt der Gründerszene sind die soziokulturellen Hintergründe. Hierzu zählen demografische Daten, das soziale Ansehen, die Gründermotivation sowie die Selbsteinschätzung. Wie aus der Karte hervorgeht, haben die Vereinigten Arabischen Emirate im weltweiten Vergleich die höchste Anzahl an potentiellen Gründern zu verzeichnen, deren Angst vor dem Scheitern sie letztlich an einer Unternehmensgründung hindert (54,4 %).

Gleichzeitig gibt es jedoch auch etliche Faktoren, die das Unternehmertum eines Landes positiv beeinflussen können. Hierzu zählt vor allem der Einsatz der jeweiligen Regierungspolitik, welche landeseigene Unternehmer in unterschiedlich großem Umfang mit Förderprogrammen unterstützen kann. Mit Österreich auf dem ersten Platz, gefolgt von der Schweiz auf Platz 2 und Deutschland auf Rang 3, sind es vor allem die Länder der DACH-Region, die mit dem Angebot an Förderprogrammen in ihren Ländern am zufriedensten sind.

Insgesamt bietet die Karte somit spannende Einblicke, welche Qualitäten wo gebraucht werden, um den Herausforderungen der Unternehmenswelt gewachsen zu sein.
Schnell wird klar, dass Bill Gates, Thomas Edison oder Robert Bosch als Gründerpersönlichkeiten zwar maßgeblich für ihren Erfolg verantwortlich sind, doch stets verlässliche Mitarbeiter hinter sich hatten, die sie unter ihrem Management auf dem Erfolgsweg begleitet haben.

 


Über den Autor:

Autorenbild SageDas Softwareunternehmen Sage bietet Software-Lösungen für Startups, kleine und mittlere Unternehmen, sowie Handwerksbetriebe. Ein großes Anliegen des Unternehmens ist es, die nächste Generation von Unternehmensgründern zu unterstützen. Sie stellt weiterführenden Schulen, Berufsschulen, Universitäten und Fachhochschulen kostenlose oder vergünstigte Software zur Verfügung. So haben sie seit 2003 über 1,1 Mio. Euro in Form von Software gespendet.

 

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