Stefan Schabernak von jobify verrät, was hinter Job-Matching steckt und wie man den Founders Fight gewinnt

Stefan Schabernak, Gründer von jobify (Quelle: jobify)

Job-Matching ist heutzutage sehr gefragt, sowohl bei Studierenden und Young Professionals als auch bei Personalverantwortlichen. Die Suche nach den richtigen neuen Mitarbeitern kann sehr zeit- und kostenintensiv sein. Oftmals gehen gar nicht ausreichend (hochwertige) Bewerbungen ein, weil ein Unternehmen überregional wenig bekannt ist. Bei großen Unternehmen kann das Gegenteil der Fall sein: Aus unzähligen Bewerbungen die passenden zu identifizieren bedeutet immensen Aufwand. An Lebensläufen allein ist Eignung oft nicht ablesbar.

Auf der anderen Seite finden sich Absolventen und Young Professionals im schier unendlich scheinenden Dschungel der Stellenangebote kaum zurecht. Stellenanzeigen wimmeln oft nur so von Floskeln und dem Bewerber wird nicht ersichtlich, welcher Job nun wirklich am besten passt zu den persönlichen Fähigkeiten und Vorstellungen. Im Bewerbungsverfahren werden individuelle Fähigkeiten von Berufseinsteigern, die persönliche Eignung für einen Job und dessen Rahmenbedingungen oft vernachlässigt. Die Folge sind ins Leere laufende Bewerbungsgespräche, verschwendete Zeit und Enttäuschung sowohl auf Seiten der Bewerber als auch der Personaler.

Job-Matching wie bei jobify – ein Start-up im Bereich Online-Recruiting und Gewinner des Founders Fight auf der Zukunft Personal 2017 – kann für diese Problematik eine Lösung sein. Denn das Tool schaltet zwischen Job und Bewerber einen Matching-Algorithmus, der die Vorstellungen und Eigenschaften beider Seiten miteinander abgleicht und auf Übereinstimmungen prüft. Einer der Gründer von jobify ist Stefan Schabernak. Er verrät im Interview, was hinter dem Job-Matching steckt, und gibt Tipps, wie man den Gründerwettbewerb gewinnt:

Stefan, warum bist du für jobify in den Ring gestiegen beim Founders Fight 2017?

Stefan: Das Gründerduell wird veranstaltet vom Founders Fight Club, um die Sichtbarkeit von Start-ups und der dazugehörigen Gründerszene zu fördern. Hier hat man die großartige Gelegenheit, sowohl von einem Fachpublikum als auch von einer Fachjury Feedback zu seinem Produkt oder seiner Dienstleistung zu erhalten. Für ein junges Start-up ist das sehr wertvoll. Außerdem hat es eine Menge Spaß gemacht, sich mit anderen Start-ups verbal zu messen. Es war sehr spannend, die eigene Idee und deren Umsetzung auf so einer Bühne einer kritischen Prüfung zu unterziehen.

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Wie konntest Du die Jury von eurem Job-Matching überzeugen? Welche Vorteile bietet das Tool sowohl Unternehmen als auch Bewerbern?

Stefan: Das Matching hat für beide Seiten Vorteile. Bewerber bekommen Orientierung zu den Fragen, welche Möglichkeiten es für sie überhaupt gibt auf dem Arbeitsmarkt, und welche dieser Optionen zu ihnen passt. Relevante Stellen werden nach Ausfüllen des Profils direkt angezeigt, man muss nicht mehr stundenlang Jobbörsen durchsuchen. Auf diese Weise finden Kandidaten auch Stellen und Arbeitgeber, an die sie im ersten Moment gar nicht gedacht hätten, die aber optimal zu den individuellen Stärken, Fähigkeiten und dem Persönlichkeitsprofil passen. Unternehmen können sich sogar auch direkt bei den Kandidaten bewerben.

Auf der anderen Seite finden Unternehmen schnell und effizient die Kandidaten, die wirklich auf die ausgeschriebenen Stellen passen. Relevante Kandidaten werden innerhalb von Sekunden angezeigt und können direkt angefragt werden. Kleine und mittelständische Unternehmen können sich zudem besser als attraktiver Arbeitgeber positionieren. Außerdem wirkt der Matching-Prozess der hohen Wechselbereitschaft der Generation Y entgegen. Mitarbeiter, die nicht nur fachlich, sondern auch zur Kultur und den Werten passen, identifizieren sich stärker mit dem Unternehmen und bleiben langfristig als Mitarbeiter treu. Jobify arbeitet in erster Linie erfolgsbasiert: neben einer sehr niedrigen Grundgebühr entstehen nur dann Kosten, wenn Unternehmen tatsächlich erfolgreich durch jobify ihre Vakanzen besetzen.

Wie wird die Passung der Kandidaten erfasst?

Stefan: Der ganzheitliche Matching-Prozess bei jobify ermittelt die Passung in vier Dimensionen: Qualifikationen, Persönlichkeit, Präferenzen, Entwicklungspotenzial. Der persönliche Matching-Score eines Kandidaten mit einer Stelle ergibt sich aus Übereinstimmungen in den vier Dimensionen. In einer detaillierten Übersicht können sowohl Kandidat als auch Personaler dann für jeden Match die Übereinstimmungen und Abweichungen einsehen und nicht nur erfahren, wo die Passung besonders hoch ist, sondern auch warum.

Bewerber erhalten dadurch nur noch Angebote, die zum individuellen Profil passen, und Personaler sehen nur noch die Kandidaten, die für den Job am geeignetsten sind. Job-Matching ist sozusagen eine datenbezogene Personalvorauswahl. Recruiting wird damit methodischer und effizienter.

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Was waren die Herausforderungen beim Founders Fight?

Zukunft Personal - Founders Fight

Gewinner des Founders Fight 2017 (Quelle: jobify)

Stefan: Die ein, zwei Stunden, die man Zeit hatte, um sich auf den nächsten Gegner vorzubereiten, habe ich versucht möglichst effektiv zu nutzen. Es musste also auf den Punkt sein. Ich habe mir meinen Konkurrenten genau angeschaut, versucht dessen Produkt zu verstehen und auch Schwachstellen im Produkt und im Geschäftsmodell zu identifizieren. Dann habe ich mir gedanklich einen Plan zurechtgelegt, wie ich in meiner einminütigen Angriffsphase argumentieren will. Wer die Runde für sich entschied, bewertete eine Fachjury mit Experten der Personalbranche und das fachkundige Publikum. In der Verteidigungsphase war meine Strategie, schlichtweg ehrlich zu sein. Wir sind ein relativ junges Unternehmen und daher kann man uns natürlich an vielen Stellen angreifen. Uns ist klar, dass es viele Baustellen gibt. Wenn also berechtigte Punkte kamen habe ich einfach erklärt, warum wir in einem bestimmten Punkt noch nicht so weit sind – aber auch warum wir glauben, dass wir auf einem guten Weg sind.

Was nimmst du mit vom Founders Fight?

Stefan: Es war ein durchweg gelungenes Event – insbesondere wegen der starken und fairen Konkurrenten. Wir haben einiges gelernt, auch ein paar blaue Flecken (aka To Dos) mit nach Hause genommen und vor allem viel wertvolles Feedback erhalten. Daher vielen Dank an das Team vom Founders Fight Club und von der Zukunft Personal für dieses grandiose und unterhaltsame Format!


Über die Autorin:

Autorenbild Daniela PreisDaniela Preis (Jahrgang 1993) hat an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt Journalistik studiert und ist unter anderem bei der Bayerischen Staatszeitung in München als freie Mitarbeiterin tätig. Bei jobify betreut sie alle Themen rund um PR und Kommunikation. Mit ihren kreativen Texten und kommunikativen Fähigkeiten trägt sie jobify in die große weite Welt hinaus.

 

Über jobify:

jobify ist ein Start-up im Bereich Online-Recruiting, das mit Hilfe eines intelligenten Algorithmus akademische Nachwuchstalente und Unternehmen „matcht”, die wirklich zusammenpassen. Das Resultat: Finden statt Suchen! Beide Seiten treffen schneller, unkomplizierter und nachhaltiger zueinander.

Anfragen rund um jobify: preis@jobify.net

Sonstige Anfragen: Preis.Daniela@googlemail.com

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