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Hashtag fuck konami oder welchen Medienmix braucht ein Personaler?

Foto: Jorge Quinteros/flickr.com.

Foto: Jorge Quinteros/flickr.com.

Die Deadline für das neue BGM-Konzept rückt näher, die Kollegen beschweren sich über die Probleme mit der Personal-Software und schon wieder ein mieser Eintrag auf kununu. Dann auch das noch: Der Chef fragt im gemeinsamen Meeting nach Hashtag fuck konami #fuckkonami und wie man einen solchen Shitstorm verhindern könnte. What the f…? Mal wieder nichts mitbekommen und nicht up-to-date? Haben die diversen Informationskanäle total versagt? So oder so ähnlich könnte es manchem Personaler in der aktuellen Medien- und Social-Media-Flut ergehen.

Fachmagazine, Internetportale oder Blogs – die Medienlandschaft rund um das Thema HR ist enorm vielfältig. Außerdem beschäftigen sich zahlreiche Zeitungen, Zeitschriften und Webseiten mit Karriere-, Arbeitswelt- oder Wirtschaftsthemen. Wie können Personaler da den Überblick behalten und das wirklich Wichtige selektieren? Dieser Frage ging eine Session beim HR Barcamp kürzlich in Berlin nach. Cliff Lehnen, stellvertretender Chefredakteur der Personalwirtschaft, kam gleich beim Barcamp-Auftakt zum Zuge und fragte in die Runde: Wie informiert Ihr Euch denn so? Bei Blogs gingen, wie bei diesem Publikum nicht anders zu erwarten, fleißig die Arme hoch: Etwa zwei Drittel der Teilnehmer meldeten sich. Immerhin die Hälfte der Barcamper lesen auch noch Print-Magazine, bewegen sich auf Webseiten der Verlage und konsumieren – man höre und staune – Fachbücher. Xing Newsfeeds, LinkedIn und HR bezogene Newsletter sind ebenfalls beliebt.

Diese kleine Umfrage deckt sich ganz gut mit dem spring-Trendbarometer, das wir im Herbst 2015 erhoben haben. Lediglich die Blog-Rezeption lässt sich beim Messepublikum offensichtlich noch ausbauen. 881 Antworten haben wir auf die Frage „Wie informieren Sie sich über Trends im HR-Bereich“ (Mehrfachnennungen möglich) erhalten:

spring-Trendbarometer_Medien

Quelle: spring Trendbarometer

 In Kommentaren konnten die Teilnehmer ihre Antworten weiter spezifizieren, was 68 der Befragten nutzten. Sie nannten vor allem Xing (Gruppen und Branchennews, LinkedIn deutlich seltener) die Magazine Personalmagazin, Human Resources Manager und Personalwirtschaft, Messen wie die Zukunft Personal, PERSONAL Nord und Süd, Personal Austria, CeBIT, Hannovermesse und Learntec sowie die Blogs Karrierebibel, buckmanngewinnt, saatkorn, NochEinPersonalmarketingBlog, personalmarketing2null und wollmilchsau.

Eines ist also klar: Die Bandbreite der Mediennutzung ist groß. Jeder weiß am besten, welche Infos er oder sie sucht und trotzdem ist es nicht leicht, diesen Input gezielt abzugreifen. Um das Ganze zu sortieren, sei Feedly geeignet, meinten einige HR Barcamper in besagter Session. Manche nutzen Pocket, um interessante Seiten zu markieren – und sie sich gegebenenfalls später im Auto vorlesen zu lassen. Mit Evernote oder mit der eigenen Tweetliste könne man sich ein persönliches Archiv erstellen, so ein weiterer Tipp.

Vor allem den Arbeitsweg nutzten Personaler offensichtlich gerne, um sich über Neuigkeiten zu informieren. Die Hälfte der HR Barcamper meinte, dass sie mindestens eine halbe Stunde pro Tag für das Lesen von Nachrichten aufbringen müssten.

Dieser Lese- und Rezeptionseifer schützt allerdings vor Unwissenheit nicht. Jeder kennt das Gefühl, dass immer wieder mal etwas durchrutscht. Doch keine Panik! – meinten die Barcamper. Nicht alles müsse man sofort lesen, vieles bleibe länger aktuell. Das Business ist auch bei den als innovativ geltenden Personalern in Berlin wohl noch von einer längeren Halbwertszeit getrieben. Eine Teilnehmerin der Session gab dann auch ganz offen zu, dass sie keine Blogs und dergleichen lese und nicht das Gefühl habe, irgendetwas zu verpassen. Mut zur Lücke! Und Listen und Newsletter öfter mal ausmisten! Darin konnten sich auch andere ganz gut wiederfinden.

Und wenn der Chef Sie heute wieder nach Hashtag fuck konami fragt? Dann wissen Sie Bescheid, weil Sie diesen Blog gelesen haben, in der gleichnamigen Session auf dem HR Barcamp waren oder sich zum Beispiel hier informieren können. Oder Sie wissen es eben nicht – schließlich gilt für kluge Menschen: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“

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1 Comment

  1. Meine Freundin hat mir kürzlich diesen Weblog empfohlen. Ich bin begeistert von deinen gut geschriebenen Posts.
    Mach weiter so!

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